"BLACK FRIDAY" UND ANDERE RABATT-ILLUSIONEN



Der „Black Friday“-Mythos: mehr Schein als Sein

Einmal im Jahr verwandelt sich der Handel in ein Schlachtfeld aus Prozentzeichen. Der „Black Friday“ – oder besser gesagt: der globale Feiertag des Kaufrauschs – wird seit Jahren als das Shopping-Highlight schlechthin inszeniert. Wer nicht mitmacht, scheint etwas zu verpassen. Doch ist das wirklich so?


Der Ursprung des „Black Friday“

Der „Black Friday” ist ursprünglich ein amerikanisches Shoppingevent. Der Begriff stammt ursprünglich aus Philadelphia. In den 1950er Jahren fand dort am Samstag nach Thanksgiving das jährliche American-Football-Spiel zwischen Armee und Marine statt. Die bereits am Vortag angereisten Fans strömten in die Stadt, um ihre Weihnachtseinkäufe zu erledigen. Der Zustrom von auswärtigen Touristen, Footballfans und Weihnachtseinkäufern führte zu massiven Staus und Verkehrsüberlastungen, sodass die gesamte Polizei von Philadelphia im Einsatz war.

Da das gesamte Personal benötigt wurde, durften die Beamten den Freitag nach Thanksgiving nicht frei nehmen. Zur Bewältigung des Großereignisses musste die gesamte Einsatztruppe besonders viele Überstunden machen. Dies führte dazu, dass die Polizei den Tag als „Schwarzen Freitag“ bezeichnete. In den 1960er Jahren hatte sich dieser Name durchgesetzt.

Der Black Friday: das Paradebeispiel für Rabatt-Illusionen

Der Black Friday ist längst nicht mehr nur ein Tag. Er hat sich zu einer ganzen Saison entwickelt: Pre-Black-Friday, Super-Deals, Cyber Week, Cyber Monday. Das Ergebnis ist ein Dauerfeuer an Rabatten, das kaum jemand noch durchschaut.

Rabatte aktivieren das Belohnungssystem im Gehirn und wirken auf viele Menschen ähnlich wie ein Glücksrausch. Der Glaube, ein „Schnäppchen“ zu machen, löst oft Zufriedenheit und Impulsivität aus. Statistisch gesehen sind jedoch bis zu 90 % der Black-Friday-Angebote keine wirklichen Schnäppchen.
 
  • Ein großer Teil der „Deals“ ist nicht günstiger als im restlichen Jahr.

  • Viele Produkte werden speziell für solche Aktionen produziert – oft billiger, weiniger langlebig und von minderer Qualität.

  • Händler nutzen Rabatttage gerne, um Lagerware loszuwerden, die sich sonst nicht verkaufen ließe.

  • Nur ein sehr kleiner Teil der Angebote ist wirklich preislich vorteilhaft.

     
    Der "Black Friday" verspricht viel – doch oft bleibt am Ende nur die Illusion eines Schnäppchens.


    Was extreme Rabatte wirklich bewirken:

    • Durch Werbeaktionen für zeitlich begrenzte Rabatte wird künstlich Druck auf die Verbraucher ausgeübt, was zu Impulskäufen führt. Die Angst, etwas zu verpassen, wird geschürt („Fear of Missing Out“, kurz FOMO). Die Folge: Er investiert in Produkte, die er nicht braucht, und die Retouren- und Wegwerfrate steigt.
    • Sie fördern die Überproduktion von überwiegend minderwertiger Ware, was zu höheren CO₂-Emissionen, unnötigen Ressourcenverbrauch und schließlich zu mehr Abfall führt.

    • Sie setzen die Lieferketten unter Druck und senken die Wertschätzung für Produkte und Menschen. Um niedrige Preise zu ermöglichen, müssen Unternehmen an anderer Stelle sparen. Das hat geringere Löhne, höheren Produktionsdruck und unfaire Arbeitsbedingungen zur Folge.

    • Häufig basieren Rabatte auf künstlich erhöhten UVPs oder sind das Ergebnis manipulierter Vorher-Nachher-Preise. Das schafft Misstrauen und untergräbt langfristig das Vertrauen in faire, „echt kalkulierte“ Preise.

     Warum echte Werte zeitlos sind

    Ein gutes Produkt verliert nicht plötzlich seinen Wert, nur weil es Ende November ist. Die Preise der TOM-RIPLEY-Kollektion sind das ganze Jahr über ehrlich und fair kalkuliert. Wir schätzen das Material, das Handwerk und alle Menschen dahinter. Wir möchten, dass unsere Produkte gekauft werden, weil sie überzeugen und geschätzt werden – und nicht wegen kurzfristiger Rabatte.

    Stil und Wertbewusstsein – eine italienische Perspektive auf Konsum

    Die italienische Handwerkskunst, für die TOM RIPLEY steht, setzt auf respektvolle Produktion, feine Materialien und einen nachhaltigen Stil. Wahre Werte entstehen nicht im Kaufrausch. Sie entstehen durch Respekt, Transparenz und die Entscheidung für Qualität.
     
    So wie ein gutes Essen mit Familie und Freunden niemals von der Hektik eines Fast-Food-Snacks ersetzt wird, ist auch der achtsame Kauf einer hochwertigen Strickjacke oder eines Poloshirts von TOM RIPLEY mehr als der kurzfristige Rausch eines Sale-Tages.

    Es geht um den Genuss – um das Gefühl von „Dolce Vita in Perfektion“.

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